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Worüber man so nachdenkt, wenn man ein Magazin herausgibt und einen die Umstände zwingen, das Geschäftsmodell zu modifizieren, damit es sich monetarisiert

von Karsten Marowski / 6 Kommentare
25.08.2011 um 12:05 Uhr

Alle Hoffnungen enttäuschend: Wir leben noch! Wir haben in den letzten Wochen nicht nur nach einem Partner Ausschau gehalten, mit dem man das Feed-Magazin nach vorne bringen könnte, sondern uns auch Gedanken darüber gemacht, wie es weitergehen könnte, wenn die Suche nach einem Investor länger dauert (womit zu rechnen ist).

Wie zuletzt gesagt: das bisherige Geschäftsmodell des Feed-Magazins – das heißt: ein Gratis-Printmagazin mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren – lässt sich von denjenigen, die es bislang finanziert haben (nämlich vor allem dem Autor dieser Zeilen), in der bekannten Form nicht mehr weiterführen. Jetzt könnte man monatelang toter Mann spielen, bis für das Magazin in der alten Form eine Finanzierungslösung gefunden ist. Oder man könnte das Programm – bis auf weiteres – in anderer Form fortführen.

Wir haben uns dazu ein paar Gedanken gemacht, recherchiert, ein paar Dinge ausgelotet. Bevor wir endgültig entscheiden, wie es weitergeht, wollten wir Euch unsere Über- legungen kundtun, und gerne von Euch hören, was Ihr dazu meint.

Als mögliche neue (Interims-)Geschäftsmodelle des Feed-Magazin sind uns im Wesent- lichen zwei Optionen in den Sinn gekommen: entweder ein Print-on-demand-Modell. Oder ein E-Magazin – in einer von mehreren möglichen Varianten.

 

print-on-demand?

Eine Print-on-demand-Lösung würde insofern einen radikalen Schritt darstellen, da sich das Feed-Magazin so von einer Gratis-Zeitung in ein kostenpflichtiges Angebot um- wandeln würde. So weit, so schlecht. Dann würde print-on-demand ganz sicher eine deutliche Verringerung der Auflagenhöhe mit sich bringen (davon gehe ich mal aus). Das hätte den Nachteil, dass sich die Druckkosten im Verhältnis erhöhen und man, je nachdem wie hoch die Auflage tatsächlich wäre, einen relativ hohen Copypreis verlangen müsste. Dann verringert sich natürlich mit der Auflage die Reichweite. Das heißt man müsste auch die Anzeigenpreise senken.

Die einzigen Vorteile eines Print-on-demand-Modells wären, dass man denjenigen, die Feed als Print-Magazin lieb gewonnen haben, das Angebot weiterhin bieten könnte. Und dass man sich nicht ständig um die Finanzierung der nächsten Ausgabe Gedanken machen müsste, da die Kosten mit der Order der Leser gedeckt wären.

Das Problem, bei dieser Lösung scheint mir aber auch zu sein, dass man sich damit wirklich auf ein neues Geschäftsmodell einschießt, von dem man sich später schwer wieder lösen kann. Feed zwei Nummern kleiner, was es in den Augen potentieller Investoren nicht gerade attraktiver macht. Oder sehe ich das falsch?

 

Feed als E-Magazin? Ist das was oder ist das nix?

Eine andere Möglichkeit: Feed bis auf weiteres als E-Magazin herauszugeben. Das sähe dann etwas anspruchsvoller aus, als die einfachen PDF-Versionen unserer bisherigen Ausgaben. Geplant wäre eine Rich Media-PDF-Version, eventuell sogar mit einer eigenen App. Das hätte gleich ein paar Vorteile. Die Kosten wären natürlich viel überschaubarer und es gibt keinen „Medienbruch“ (ein Argument, das wir wiederholt von Anzeigenkunden gehört haben, die sich gegen eine Schaltung bei uns entschieden haben): man kann in einem Rich Media PDF Links setzen! Auf die Webseite des Content beisteuernden Bloggers oder auf den Online-Shop des Anzeigenkunden. Auch die Einbettung von Videos wäre möglich.

Zwei (mögliche) Nachteile: es gibt viele, die Print einfach eindrucksvoller finden als ein E-Paper. Die Haptizität geht verloren. Einigen ist das egal; oder sogar im Gegenteil: manche meinen, dass für Print-Magazine Bäume abgeholzt werden müssen und ein E-Magazin viel ökologischer und überhaupt zeitgemäßer sei. Andere stehen einfach auf Print, weil das In-die-Hand-nehmen nicht ersetzbar ist und auch der optische Eindruck ein anderer (besserer?) ist.

Wie denkt Ihr über das Thema Print versus E-Paper. Was gefällt Euch besser? Oder ist es Euch egal?

Noch ein paar Fragen stellen sich, wenn man Feed als E-Magazin herausbringen wollte: bleibt es gratis oder wird es ein kostenpflichtiges Angebot. Ein kostenpflichtiges Angebot wäre aus unserer Sicht natürlich attraktiv, weil wir mehrere Einnahme-Quellen hätten und nicht allein auf die Anzeigen-Einnahmen angewiesen wäre. Man könnte sogar ein E-on-Demand-Modell draus machen. Die (geringeren) Produktionskosten beispielsweise über eine der gängigen Crowdfunding-Plattformen vorfinanzieren lassen.

Aber mal eine Frage zwischendurch: hat jemand von Euch irgendein kostenpflichtiges E-Paper abonniert – die berühmte Welt HD iPad-App zum Beispiel oder so? Nee, ne?

Dann also eher als Gratis-E-Magazin? Nächste Frage: Ob wir für die Anzeigen Festpreise oder leistungsbezogene Preise (Zahl der Impressionen der Anzeige oder Klicks auf einen weiterführenden Link) nehmen. Das Problem bei leistungsbezogenen Preisen ist natürlich, dass man die Ausgabe produziert, ohne zu wissen, was am Ende dabei herausspringt. Die Kunden denken da natürlich genau umgekehrt. Klar ist, dass man bei der Festpreis-Variante deutlich weniger verlangen könnte als bei der Print-Ausgabe (uns schwebt da ein Seitenpreis zwischen 200-300 Euro vor).

 

Würde die Crowd eine werbefinanzierte E-Magazin-Ausgabe (teil-)vorfinanzieren?

Wir denken darüber nach, uns durch eine Crowdfunding-Aktion ein etwas stabileres finanzielles Fundament zu verschaffen. Kann man ein werbefinanziertes E-Magazin mithilfe der Crowd vorfinanzieren? Könnte man so etwas machen: Platz, Raum, Fläche in der E-Magazin-Ausgabe anbieten: für (z. B.) 200 Euro (1 ganze Seite), 100 Euro (eine halbe Seite), 50 Euro (eine Viertelseite)? Und zwar jedem, der im Netz irgendwas anzubieten hat. Denjenigen, die einen Online-Shop haben oder auch nur einem Blogger, der seine Seite vorstellen möchte.

So hätte der Funder neben der Gewissheit, dass er unser entzückendes kleines Projekt unterstützt, und statt der üblichen eher ideellen Leistungen (lebenslange Dankbarkeit, Namensnennung, signierte Ausgabe, ein Meet-und-Greet; obwohl das natürlich auch immer drin ist) für sein Geld einen handfesten Gegenwert erhält.

Macht das Sinn oder ist das abwegig?

 

Wie steht´s mit dem inhaltlichen Konzept? Das muss man nochmal überarbeiten, oder?

Noch eine letzte Frage: klar ist es nicht einfach, ein Print-Magazin – noch dazu werbefinanziert, in der heutigen Zeit und so – in den Markt zu führen, wenn man nicht das Budget eines großen alteingesessenen Verlags hat. Wir sind aber auch gern bereit uns an die eigene Nase zu fassen: ist eigentlich das inhaltliche Konzept des Feed-Magazins ausgereift, oder sind vor allem auch die breite inhaltliche Streuung und die unklare Zielgruppen-Ansprache mitverantwortlich für einen schweren Stand am Werbemarkt? Wir sind uns sicher, dass das so ist; dass es bei uns noch inhaltliche Mängel gibt. Andererseits sind wir uns im Unklaren darüber, wie schwerwiegend die Mängel sind und in welchem Umfang und in welcher Richtung Änderungen vorgenommen werden müssten.

Wir finden zum Beispiel, dass es gerade den Charme unseres Magazins ausmacht, dass wir eben KEINE eng umgrenzte eindimensionale Zielgruppe haben und dass wir inhaltlich nicht ausrechenbar sind, dass wir quasi eine Wundertüte sind, die immer wieder überrascht (und ich weiß, dass zumindest Einigen von Euch gerade das an uns gefällt). Viele haben aber wohl auch Probleme mit unserem “Gemischtwarenladen”. Was kann man da machen? Inhaltlich nicht ganz so breit streuen? Themenschwerpunkte setzen? Anders gefragt: was gefällt Euch am Feed-Magazin und was gefällt Euch nicht; was soll bleiben, was soll neu aufgenommen werden, was soll raus?

 

Was denkt Ihr?

Bisschen viel Output und Fragen auf einmal, ich weiß. Ich werde die nächsten Tage mal dieses Facebook-Umfragetool nutzen, um die unterschiedlichen Fragen noch mal im Einzelnen aufzugreifen. Wir freuen uns über Euer Feedback!




6 Kommentare zu Worüber man so nachdenkt, wenn man ein Magazin herausgibt und einen die Umstände zwingen, das Geschäftsmodell zu modifizieren, damit es sich monetarisiert


01 / von Alexander Endl
25. August 2011 um 13:22

Hallo Karsten,

gern versuche ich mich mit einem Feedback, ganz bewusst hier als Kommentar, vielleicht regt das ja eine Diskussion an.

So sehr ich Feed als Print-Magazin für einen gewissen Anachronismus halte, so sehr macht das das aber auch den Reiz aus. Ich befürworte daher Print, was die Parallelschiene Web aber nicht ausschließen muss. Ganz grundsätzlich fand ich das Modell eines werbefinanzierten Gratis-Print-Magazins eigentlich prima und finde schade, dass es nun daran scheitern soll, dass sich zu wenig Werbekunden finden. Ich gebe da die Hoffnung nicht auf, dass sich da noch was tut. Vielleicht – aber nur vielleicht – wäre es ein Weg sich doch mehr zu “regionalisieren” und damit für regionale Werbeanbieter interessanter zu sein. Aber das nur einmal laut gedacht. Quasi Regionalausgaben für 2-3 Ballungsräume.

Von Print-on-demand erwarte ich mir ehrlich gesagt keinen großen Erfolg, ebensowenig wie kostenpflichtige Modelle im Web. Es ist schade (gerade für ambitionierte Schreiber), aber die Kostenlos-Kultur haben die Großen verbockt, als man das Format Internet erst komplett unterschätzte und es dann im Konkurrenzwahn “versaute”.

Das zweite Standbein “Web” ist für Feed sicher so oder so interessant, auch um den Content effektiv mehrfach zu nutzen. An hohe Werbeerlöse aus dem Netz glaube ich allerdings nach all den Jahren nicht mehr. Interessant wäre es aber für die festen Unterstützern und Anzeigenkunden des Print, die so einen nicht unattraktiven Bonus hätten.

So viel von mir aus der Mittagspause. Ich verfolge mit großem Interesse, wie es weitergeht.

Schönen Gruß aus Frankfurt

Alexander


02 / von Karsten
25. August 2011 um 14:07

Hey Alexander,

vielen Dank für das ausführliche Feedback.

Ich hab im Grunde dieselben Empfindungen wie Du. Ich würde unter normalen Umständen auch dazu neigen, Feed als Gratis-Print-Magazin weiterzuführen; mit dem E-Magazin als zweitem Standbein und gewissen Modifizierungen bei der Print-Ausgabe, was die inhaltliche Ausrichtung, die Zielgruppen-Ansprache und den anzusprechenden Kundenstamm angeht. Genau, an eine tendenzielle Regionalisierung hatte ich auch gedacht; ist mir auch schon mal von anderer Seite nahegelegt worden. Das macht sicher Sinn, wenn die ausliegenden Magazine von der Laufkundschaft der Anzeigenkunden abgegriffen werden.

Und wenn ich jetzt soviel Kapital zur Verfügung hätte wie zum Projektstart vor gut anderthalb Jahren (das klassische GmbH-Stammkapital), würde ich das genauso angehen. Das Problem ist, dass mir das Geld jetzt nicht mehr zur Verfügung steht (streich mal von den 25.000 eine null weg). Das heißt ich hab im Moment – auf mich allein gestellt – einfach nicht die Möglichkeit, Feed nach dem alten Plan weiterzuführen.

Deshalb gibt es für mich nur die Optionen, das Programm bis auf weiteres komplett einzustellen; bis ein finanzstarker Partner gefunden ist – und wer weiß, wie lange das dauert. Oder mit einem alternativen (Übergangs-)Geschäftsmodell weiterzumachen, das von den Kosten her so überschaubar ist, dass man es wenigstens annähernd mit Eigenmitteln stemmen kann.

Die E-Variante schien uns da tatsächlich am Naheliegendsten zu sein. Und ich denke auch, dass man das dann weiter gratis machen müsste; paid content funktioniert einfach nicht. Das Problem ist natürlich, dass auch die potentiellen Anzeigenkunden im Netz von der Gratis-Kultur infiziert sind und es fraglich ist, ob sie bereit sein werden, angemessene (kostendeckende) Preise zu zahlen.

Wie schätzt Du das Thema Crowdfunding ein?

Liebe Grüße,
Karsten


03 / von Alexander Endl
25. August 2011 um 15:35

Crowdfunding – eine schöne Idee aus dem Reich des Social Web. :-)

Denkbar. Aber ich glaube nicht ohne klare Richtungsänderung oder/und große Kompromisse. Für mich gibt es zwei fundamentale Beweggründe, sich für etwas zu engagieren (als Unternehmen) – entweder ich versuche mein Image aufzupolieren, indem ich mich bei charmanten 2.0-Projekten engagiere und einkaufe, oder ich sehe dahinter Profit. Ersteres heisst bspw. einen Pakt mit Wettanbietern & Co. eingehen, letzteres ist bekannt.

Soll die Crowd sich beteiligen, braucht es ein hehres Ziel. Ein Ziel, dass über schönes Layout und gute Texte hinausgeht – eine Vision oder Mission bspw. à la BILDblog. Sonst fragt sich vielleicht so mancher, warum man einem Unternehmen (und das bist du ja mit dem Feed Magazin auch) zum Erfolg verhelfen soll (außer die “Rendite”-Erwartung ist hoch).

Ich hoffe immer noch, dass man bspw. als Modelevel oder als Sportmarke einen Imagegewinn sieht und bei dir einsteigt!


04 / von Karsten
25. August 2011 um 18:53

In Sachen Crowdfunding gibt es ja unterschiedliche Arten von Plattformen. Angebote wie Cofundit oder Seedmatch, die auf der einen Seite junge Firmen mit nachweislich funktionierendem Geschäftsmodell und hoher Gewinnerwartung ansprechen, auf der anderen Seite professionelle Anleger, die sich ein echtes ROI erwarten. Da kommen dann gern mal sechsstellige Summen zusammen. Das kommt für uns in der Phase, in der wir uns zur Zeit befinden sicher nicht in Frage.

Dann gibt es Plattformen wie startnext oder Pling, auf denen Fans und Kreative Kreativen Geld geben. Das sind dann unabhängige Filmemacher, Spiele-Entwickler, Musiker etc.; und die Geldgeber sind Fans oder Leute, die einfach sehen wollen, dass das Projekt umgesetzt wird. Die Summen die dort zur Verfügung gestellt werden bewegen sich zwischen ein paar hundert Euro bis über 15.000.

Als Gegenwert wird dann meistens – wie oben im Beitrag schon erwähnt – meist ein Meet-und-Greet, Namensnennung im Filmabspann, signierte Buch- oder Magazin-Ausgabe mit Schleife drum angeboten.

Ich dachte, dass man so eine Plattform zur Vorfinanzierung einer E-Magazin-Ausgabe nutzen könnte (ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern mir empfohlen worden von jemandem, der sich in dem Thema auskennt). Der Plan könnte zum Beispiel sein – wie ebenfalls oben angedeutet – dass man eben (Anzeigen-)plätze anbietet, für jeden, der sich in unserer Ausgabe präsentieren und auf sein Blog oder seinen Shop verlinken möchte.

Da kämen Bands, kleine Bucherverlage oder –autoren, Dawanda-Hersteller / innen, Anwälte für Internetrecht, etc pp in Frage. Sie würden so nicht nur das Projekt Ihrer Wahl – das sie gerne umgesetzt sehen möchten – unterstützen, sondern so auch einen handfesten Gegenwert erhalten (Und 200 Euro für eine ganze Seite oder 100 für eine halbe sind Beträge, die man sich auch leisten kann, wenn man noch kein DAX-Unternehmen ist).

Was denkste: macht das Sinn oder ist das Quatsch?

Nur für die E-Magazin-Variante. Für das alte Geschäftsmodell (Gratis-Printmagazin / 20.000 Exemplare) wäre die finanzielle Unterstützung der Crowd vermutlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein…


05 / von Sina Hawk
26. August 2011 um 17:47

Ich grüße dich,

da wir mit Litheart – und auch die Leitung des Social Network Theaters Cloudtells – eher schlechte Erfahrung mit Crowdfunding machen, nämlich die dass nur Projekte Aufwind bekommen, die offenbar eine riesige “Fanbase” mit sich ziehen (Filme, Sänger, Autoren), fällt die Funding-Variante für mich aus.

Ich würde es mit einem gehaltvollen E-Paper versuchen und zwar weiterhin kostenlos und möglichst durch Werbung finanziert. Es finden sich durchaus Werbepartner, aber dann eher im Onlinebereich. Mit einer zusätzlichen freiwilligen Spendenoption und ordentlich PR dürfte das aufgehen.

Die Themenvielfalt finde ich sehr gut durchgemischt und habe da auch von denen, die in das Feed geschaut haben, nur gute Resonanz bekommen. Ein Kollege meinte, gerade in Sachen Musik sei das ganze top und man merke als Österreicher erst einmal, was dort für Defizite an jungen Bands herrschten. Das heißt: Die Ausgabe (in der auch wir erschienen) war wirklich gute, ansprechende Arbeit. Die Mischung machts.

So weit Viel Erfolg auch weiterhin, ich nehme an du wirst das Ganze gut aus der finanziellen Misere ziehen, wenn du weiter so machst wie bisher. Auf meine Unterstützung kannst du leider nicht finanziell aber sonst auf ganzer Linie zählen.

Best
Sina Hawk
Litheart.de


06 / von Karsten
27. August 2011 um 15:18

Hey Sina,

herzlichen Dank für Dein Feedback!

Ja, Crowdfunding ist ein schwieriges unberechenbares Pflaster; sicher kein Selbstläufer. Man muss den Leuten etwas anbieten und sich dann bemühen möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzielen. Ich denke auch, dass es auch für das Feed-Magazin momentan schwer werden würde dort nennenswerte Unterstützung zu erhalten.

Ja, vieles spricht dafür, vorerst als E-Paper weiterzumachen. Einer der Gründe, die dagegen sprechen ist, dass man sich erstmal wieder auf ein ganz neues Abenteuer einlässt und kaum abschätzen kann, wie die Resonanz bei Lesern und Anzeigenkunden sein wird; ein E-Paper ist ja doch was anderes als ein Print-Magazin. Eine lange Markteinführungsphase werde ich allein ohne finanzielle Unterstützung von irgendeiner Seite (Crowd, Sponsor, Fördertöpfe) kaum stemmen können.

Bei den Inhalten bin ich mir immer unsicher: viele, und ich selbst auch, finden, dass es gerade den Charme des Magazins ausmacht, dass man quasi genötigt wird über den eigenen Tellerrand zu gucken und mit Inhalten konfrontiert wird, die eben nicht auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten sind. Aber es scheint auch viele zu geben, die mit der Mischung nichts anfangen können und das Konzept nicht verstehen…

Ich wünsch Dir alles Gute mit Litheart. Für mich gilt genau dasselbe: Du kannst auf meine Unterstützung auf ganzer Linie zählen; derzeit nur finanzielle Unterstützung ausgeschlossen ;)

Liebe Grüße,
Karsten




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