Dawanda-Hersteller-Interview: Fredevissla
Anna Neumann von Dawanda hat das Interview mit dem Label “Fredevissla” geführt; es ist auf dem Dawanda-Blog veröffentlicht und uns freundlicherweise für die Zweitverwertung zur Verfügung gestellt worden.
“Die beiden sympatischen Leipzigerinnen Susn und Suse vom Modelabel Fredevissla lernten sich während ihrer Ausbildung kennen. In ihrem Shop Kleiderordnung findet Ihr wunderbar formreduzierte Hoodies, Rücke und Kleider mit einem hohen Tragekomfort. Großen Wert legen die Designerinnen auf Bequemlichkeit und vielseitige Kombinationsmöglichkeiten. Genug geschwärmt – hier gehts zum Interview:
Bitte stellt Euch kurz vor:
Ahoi! Wir sind Susn Friedrich und Suse Pfeifer, 28 und 30 Jahre alt, aus dem schönen Leipzig. Nach beendetem Studium entschlossen wir uns beide unabhängig voneinander zu einer Ausbildung im Bereich Bekleidung und Mode, wo wir uns kennen lernten und in deren Verlauf wir uns immer mal wieder zusammen an dem einen oder anderen Projekt probierten. Hier eindeckten wir viele kreative Gemeinsamkeiten und der Wunsch dies miteinander zu vereinen wuchs stetig. Und da sind wir nun, zweieinhalb Jahre später mit unserem Label FREDEVISSLA.
Wie habt Ihr Eure kreative Ader entdeckt?
Wir verbrachten beide einen großen teil unserer Kindheit in der ehemaligen DDR – wenn man da nicht kreativ war, wurde einem schnell langweilig… Spaß beiseite: natürlich hat man so etwas irgendwie schon immer in sich. Während unserer Ausbildung, wurde unsere Kreativität gefördert und wir lernten diese auch durch neue Arbeitsweisen und -techniken in die richtigen Bahnen zu lenken.
Woher bezieht Ihr Eure Inspiration?
Aus allem und nichts. Man ist schließlich ständig in Bewegung – da bleiben Eindrücke nicht aus. Und die kann es überall geben. In der Stadt, im Wald, ein Bild, ein Gespräch, Nachts nicht schlafen können…
Habt Ihr Vorbilder im Bereich Design? Falls ja, wen und warum?
Wir mögen beide sehr das japanische Design – mal total überzogen und überladen wie bei Takashi Murakami aber auch sehr gern das der Modedesigner Kawakubo, Yamamoto u.a.
Es sind die geometrischen Formen, die Asymmetrie und die Weite in den Kleidern die uns dabei faszinieren. Die Japaner inszenieren den Körper nicht – Rei Kawakubu meinte einmal sinngemäß, dass Frauen bei ihr keine tollen Haare oder große Brüste brauchen um sich weiblich zu fühlen. Das Leben ist nun einmal unregelmäßig und unvollkommen und das lassen uns diese Designer auf besondere Art und Weise erkennen.
Mit welchen Materialien arbeitet Ihr bei der Herstellung Eurer Produkte?
Momentan beschränkt sich natürlich alles auf textile Materialien jeglicher Art. Mal schauen was die Zeit so bringt, vielleicht kommt ja noch das eine oder andere „Nicht-Textile“ dazu.
Beschreibe bitte kurz Euren kreativen Arbeitsprozess:
Wir überlegen uns gemeinsam ein Thema, zu dem wir gern arbeiten möchten. Manchmal hat das dann schon einen konkreten Namen – oft ergibt der sich auch erst im Prozess. Dann arbeitet jeder erstmal für sich – Skizzen, Kolorierungen, technische Zeichnungen. Nach einer gewissen Zeit beginnen wir dann unsere Ideen und Vorstellungen zusammen zu tragen und diese auf dem Papier „auszuformulieren“. Tja, und dann heißt es Schnitte entwickeln, Probemodelle nähen und abändern, bis wir schließlich zu einem Ergebnis kommen, dass uns beiden gefällt.
Wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben?
Den Fokus setzen wir auf Bequemlichkeit und Tragekomfort. Unsere Kleidungsstücke sollen im Alltag bestehen und diesen zu etwas Besonderem machen. Außerdem legen wir großen Wert auf Kombinierbarkeit – unsere Klamotten müssen nicht allein für sich stehen und das sollen sie auch nicht, sondern sie können gut mit anderen Teilen zusammen getragen werden. So hat jeder die Möglichkeit seinen eigenen Stil zu zeigen, und nicht „angezogen“ auszusehen.
Wer sind Eure Kunden?
Das FREDEVISSLA-Publikum ist sehr breit gefächert. Das lässt sich gar nicht so leicht auf zwei, drei Typen beschränken. Alle eint aber eine gewisse Affinität zu Mode und Individualität, weg von den großen Mode- und Warenhausketten.
Welche Rolle spielt DaWanda für Eure kreative Tätigkeit?
DaWanda bietet uns die großartige Möglichkeit ein großes und breit gefächertes Publikum zu erreichen und mit den Menschen in unkomplizierten und schnellen Kontakt treten zu können. Durch das tolle Feedback fühlen wir uns bestärkt und bleiben so motiviert immer weiter zu machen und neue Ideen zu entwickeln. An dieser Stelle einmal ein fettes Dankeschön an alle lieben FREDEVISSLA-KundInnen und „-KommentatorInnen“!
Was hat sich für Euch verändert, seit Ihr Euren DaWanda-Shop eröffnet habt?
Es gibt viel zu tun und wir sind die ganze Zeit gefordert. Aus unserer Leidenschaft konnten wir schließlich unseren Beruf machen – Was gibt es besseres?!
Eure drei Lieblingsshops auf DaWanda?
- pension
- domestic candy
- kenpanda
- partone
Wie seht Ihr Eure Zukunft als Designerinnen?
Dass wir uns ohne Nebenjobs voll und ganz unserem Modelabel widmen können. Perspektivisch hätten wir auch gern einen kleinen Laden in Leipzig, um einen noch intensiveren Kundenkontakt zu pflegen und einen Raum zu schaffen, um sich mit anderen über Mode und Design auszutauschen.
Euer Schlusswort:
“Bunt ist das Dasein und granatenstark!”
Quellenangaben: Text: Anna Neumann, Dawanda. Fotos: Fredevissla.
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