Bock!
Hallo Ihr Top-Terroristen! Wir geben Euch hier ein Lebenszeichen (uns haben sie noch nicht erwischt) und tun außerdem kund, dass wir den Erscheinungstermin der kommenden Ausgabe auf den 9. Juni verlegt haben. Das teils, um dem einen oder anderen Anzeigenkunden entgegenzukommen, der mit der Kampagne nicht rechtzeitig fertig wurde; aber auch uns kommt das unbedingt entgegen, da wir mit unseren Zeitplan tatsächlich etwas im Hintertreffen sind. Entschuldigt bitte unsere lange Leitung in den letzten Wochen; wir gehen die Print-Ausgabe jetzt mit Hochdruck an.
Wir – die zweieinhalb Portionen, die sich Feed-Redaktion nennen – sind derzeit (wie eigentlich immer) mit drei bis vier Sachen gleichzeitig beschäftigt: Der Produktion der aktuellen Print-Ausgabe, en passant die Online-Kanäle mit frischem Content zu versorgen, der Werbekundenakquise, mit der wir letztlich das Erscheinen der jeweils nächsten Ausgabe sicher stellen; und der Suche nach einem finanzkräftigen Partner, um nicht jedes Mal von Ausgabe zu Ausgabe kämpfen zu müssen.
Es k… hängt uns zum Hals raus, ständig die Hälfte der Zeit, Kraft und Nerven aufzuwenden, um die Finanzierung der jeweils nächsten Ausgabe sicherzustellen. Wir würden gern mal ein Jahr lang in Ruhe arbeiten und nichts anderes tun müssen, als Magazin-Ausgaben rausbringen; denn das ist es, was wir ziemlich gut können; und was uns jedes Mal aufs Neue eine wahre Freude ist.
Auf lange Sicht geht nichts ohne einen Investor. Schon, weil dringend Investitionen getätigt werden müssten, die die Flitzpiepe von Herausgeber (nämlich icke) mit seinen Mitteln nicht tätigen kann: einen zünftigen Webseiten-Relaunch mit allem drum und dran; die Einstellung eines hauptamtlichen Online-Redakteurs, der den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat als exzellenten Content live zu stellen; ein Budget für freie Online- und Print-Autoren, das den Namen („Budget“) verdient…
Und eigentlich müsste die Auflage deutlich erhöht werden – 200.000 Exemplare; das war ja mal der Plan. Die 20.000, die wir jetzt rausbringen sind nicht Fisch noch Fleisch; zu wenig, um zum Beispiel für große Anzeigenkunden attraktiv zu sein. Aber da wir bei den Ausgaben dieses Jahres noch Deckungslücken einkalkulieren müssen, könnte das der derzeit komplett ohne Fremdkapital arbeitende activist media-Verlag nicht stemmen. Bei der 20.000er Auflage sind es vierstellige Beträge die jedesmal fehlen – das würde noch ein- bis zweimal gut gehen – bei der 200.000er Auflage könnten das fünfstellige Summen sein – und Alter: das kriegen wir noch nicht hin!
Auf lange Sicht geht nichts ohne einen Partner – wie gesagt. Aber keine Angst: wir machen keine Deals mit den Springers oder Burdas dieser Welt; es muss schon passen.
Wir machen uns jetzt mit Volldampf an die Produktion unserer nächsten Ausgabe; wir freuen uns, wir haben Bock! Magazin-Ausgaben produzieren – unsere eigentliche Arbeit – ist geil. Es macht Laune, zu sehen, wie die Ausgabe Kontur annimmt. Und wir freuen uns jetzt schon, die fertige Ausgabe in Händen zu halten. Wie geht es Euch?
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